Das Kiesel-Update: Lechuza Pon und VulkaTec

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Im Jahr 2019 schrieb ich ein paar Beiträge über Zimmerpflanzen und durch einen Kommentar von Hauke bin ich darauf aufmerksam geworden, dass ich diesem Thema schon sehr lange keinen Platz mehr auf meiner Seite eingeräumt habe.

Haukes Kommentar bezieht sich auf den Beitrag “Eine meiner Lieblinge: die gefleckte Efeutute”

Wie sind deine Erfahrungen mit Lechzua und der Vulkatec Kakteenerde jetzt? Ich habe kein Update dazu gefunden.

Nun ja, seit 2019 habe ich etwa Zweidrittel meiner Zimmerpflanzen auf das Pflanzsubstrat von VulkaTec bzw. Lechuza Pon umgestellt. In knapp 2 Jahren konnte ich feststellen, dass sich die meisten meiner Schützlinge ganz unspektakulär herrlich in den Kieselgemischen kultivieren lassen und bin inzwischen soweit von den Produkten überzeugt, dass ich die restlichen Grünpflanzen auch auf die Granulate umstelle, wenn ich sie das nächste Mal umtopfen muss. 😅

Es gab zwei “Momente” in denen mir bewusst wurde, dass ich meine Zimmerpflanzen künftig von Substraten aus Pflanzerden auf Granulate wie von VulkaTec oder Lechuza Pon umstellen wollte:

Moment Nr. 1: Die Trauermücken-Plage 2019
Im Herbst 2019 habe ich uns wohl durch eine neue Zimmerpflanze aus dem Baumarkt die Trauermücken-Plage ins Haus geholt. Es fing langsam an und ich versuchte dem ein Ende zu setzen, in dem ich mir (sinngemäß wiedergegeben) den Internet-Tipp “Halten Sie Ihre Pflanzen trockener und gießen Sie weniger, da Trauermücken feuchte Topferden besonders bevorzugen…” gefolgt bin. Meiner Erfahrung nach – und ich bin KEIN Profi auf diesem Gebiet – brachte dieser Tipp herzlich wenig. Vielleicht mag es andere Garten- und Zimmerpflanzen-Fans da draußen geben, die die Trauermücken mit dem raren Einsatz der Gießkanne ausmerzen konnten… Ich muss leider zugeben, dass ich nicht zu dieser Kategorie Pflanzen-Besitzer gehöre und an dieser Herausforderung so dermaßen grandios gescheitert bin, dass ich kurz davor war, alles hinzuschmeißen und mir anstatt Grünpflanzen irgendeinen Nippes aufs Fensterbrett zu stellen.🙄

Gerade in der kalten Jahreszeit jongliere ich bei einigen Grünpflanzen mit der trockenen Heizungsluft und meinem Gießverhalten… In einer Situation wie der Trauermücken-Plage noch weniger zu gießen ist denkbar, aber im Falle meiner ersten Calathea-Kultivierungsversuche hat das damit geendet, dass ich 3 Calatheas dank Mücken und reduziertem Gießen schlussendlich kompostieren durfte. 😢

Über kurze Zeit hatten wir im Großteil unseres Bestandes Probleme mit diesen Viechern. Gefühlt war unsere Wohnung ein einziger großer Gelbsticker… In vielen Töpfen steckten die klebrigen Gelbsticker in Form eines Schmetterlings mit unzähligen kleinen Mücken drauf. Und da war noch lange kein Ende in Sicht. Fürchterlich! 😭

Irgendwann ist man mit seinem Latein am Ende und mit den Tipps, die man sich im WWW anliest. Wir haben uns bei in einem Fachmarkt beraten lassen und am Ende ein Mittel gegen Trauermücken gekauft, das man mit dem Gießwasser einbringt und die Gelege der Mücken abtötet. Ein paar Pflanzen haben die Aktion leider nicht überlebt. Ich denke, der voran gegangene Stress der Pflanzen und die Fraßschäden an den Wurzeln waren schon zu groß um das Ruder nochmal rumzureisen. Das war vielleicht traurig und ärgerlich! Das wünsche ich niemanden, der es gern grün um sich hat und dem Zimmerpflanzen am Herzen liegen.

Wir haben daraufhin einige meiner Zimmerpflanzen in Lechuza Pon umgetopft. Irgendwo hatte ich gelesen, dass Trauermücken Sand und Steine meiden, weil sie dort nicht in der Lage sind, ihre Eier abzulegen. Deshalb bevorzugen sie lockere, feuchte Erden zur Eiablage. Ihre Larven finden in der Erde eine Umgebung, die es ihnen leicht macht, sich über die Wurzeln der Pflanzen herzumachen.

Was mich sehr gefreut hat, war die Tatsache, dass wir in den letzten eineinhalb Jahren mit den Lechuza- oder VulkaTec-Töpfen keine derartige Trauermücken-Explosion 💥 mehr ertragen mussten. Alle “umgestellen” Pflanzen gedeihen seither Trauermücken-frei. 😀

Moment Nr. 2: Kakteen und Sansevierias
Wer zu den Anhängern der “Plantlovers” und der “Indoor Jungle”-Bewegung gehört (und sich darüber hinaus in den sozialen Netzwerken umsieht), hat bestimmt schon lange bemerkt, dass Zimmerpflanzen wie Bogenhanf, Sukkulenten und Kakteen 🌵 seit einigen Jahren eine regelrechte Rückkehr in unsere Wohnzimmer hingelegt haben. In diesen beiden Beiträgen habe ich über meine Freunde an Sansevierias geschrieben (hier und hier). Als ich die beiden Texte geschrieben habe, hatte ich noch nicht viel Erfahrung mit diesen Pflanzen, aber eineinhalb Jahre später kann ich berichten, dass sie sich großartig in Lechuza Pon und VulkaTec entwickeln. Bei dieser Pflanzengruppe habe ich nur die Erde durch die Granulate ersetzt und die Pflanzen weiterhin in ihren “normalen” Töpfen kultiviert. Da es sich hierbei um trockenheitsverträgliche und -liebende Gesellen handelt, habe ich keine Lechuza- oder Emsa-Töpfe im Einsatz, die einen Wasservorrat haben. Meine Kakteen, Sansevierias und Sukkulenten werden gut gegossen und danach gebe ich den Töpfen die Möglichkeit, dass das überschüssige Wasser gut ablaufen kann. Durch die grobe Struktur des Granulates bleibt etwas Wasser in den Töpfen, was den Pflanzen meiner Erfahrung nach aber nicht schadet. Zwischen den einzelnen Wassergaben lege ich bei dieser Gruppe von Pflanzen eine Trockenphase ein, in der das Granulat komplett durchtrocknet. So verhindere ich, dass die Wurzeln einem andauernd nassem Milieu ausgesetzt sind und zu faulen beginnen. Der schönste Moment war, als einer der Kakteen geblüht hat und das auch Bogenhanf blühen kann, wusste sich bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht!

Am meisten Sinn wird es wohl machen, wenn ich ein paar Fotos mache und sie euch zeige. Dann kann ich auf die einzelnen Pflanzen eingehen, die ich umgestellt habe und wie meine ersten Erfahrungen damit sind.

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Macht’s gut und denkt dran: aufgeben ist keine Option & man lebt nur einmal 😄

Herzlichen Gruß,
Maddi 🤗

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