Ich bin wieder zurück – diesmal mit Schnarchapfel

Es hat leider ein bisschen gedauert, bis ich wieder Zeit und Kraft hatte, um an meiner Seite weiterzuarbeiten. Zuerst habe ich den Blog auf WordPress umgestellt und versucht, ihn ansprechend umzugestalten, was zwischen Arbeitsalltag und privaten Aufgaben manchmal eine zeitliche Herausforderung war.

Dann kam Corona. Mit geballter Kraft und mit allen Einschränkungen, die auch in deinem Leben für Veränderungen gesorgt haben dürfte. Ich hatte das Glück, dass ich meinen PC und die Monitore aus dem Büro mit nach Hause nehmen durfte und eine Zeit lang im Home Office arbeiten konnte.

Dann kam die Diagnose: Schnarchapfel

Anfang Mai bekam ich die Diagnose „Schnarchapfel“. Schnarchapfel?! Was soll denn das bitte sein? Nun ja. Ich habe Krebs und wie so viele andere Patienten auch habe ich dem unerwünschten Geschwür einen Namen gegeben und meiner trägt den Namen „Schnarchapfel“.

Um genauer zu sein, habe ich Brust-Schnarchapfel. Eine Diagnose, die laut Krebsgesellschaft jährlich etwa 69.000 Menschen gestellt bekommen und mit ca. 30,5 % ist Brust-Schnarchapfel die häufigste Krebserkrankung überhaupt. Wie man sich vorstellen kann, sind mein Mann und ich erst einmal geschockt gewesen. Nach und nach habe ich die Familienangehörigen eingeweiht und unseren engen Freunden davon erzählt.

Wie es nun weitergeht

Nachdem ein Marathon aus Voruntersuchungen abgeschlossen war, habe ich einen Port implantiert bekommen und bis ich richtig darüber nachdenken konnte, befand ich mich auch schon in meiner ersten Chemo-Sitzung, um dem Schnarchapfel eins überzubraten. Glücklicherweise kann ich jetzt schon berichten, dass meine ersten beiden Chemo-Termine den ersten sicht- und messbaren Erfolg gebracht haben. Der Schnarchapfel ist kleiner geworden und das gibt Zuversicht, dass sich die Anstrengungen und so manch dämliche Nebenwirkung schon jetzt ausgezahlt haben.

Ich habe mir natürlich Gedanken über mein/unser Leben gemacht und bin zum einen traurig, wie mein Jahr 2020 dank Schnarchapfel, Chemo, Operation usw. verlaufen wird, aber ich gebe nicht auf.

Aufgeben ist keine Option!

Diese Woche habe ich die 3. Chemo-Sitzung und ich genieße die beinahe unbeschwerte Zeit bis dahin. Auf meiner Website werde ich künftig ein bisschen darüber berichten, was mir hilft, in der momentanen Lage motiviert zu bleiben oder organisatorisch am Ball zu bleiben. Wer weiß, vielleicht hilft das dem ein oder anderen von euch, wenn das Leben euch auch so dämliche Karten ausgeteilt hat, wie mir. Aber Kopf hoch! Wir schaffen das!

Ganz wichtig: Dankeschön

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Mann, dem Admin, bedanken! Deine Liebe und Unterstützung sind so dermaßen groß, dass kein Wort der Welt meine Dankbarkeit hierfür zum Ausdruck bringen könnte. Ich liebe dich!
Ein weiterer Dank geht an unsere Arbeitgeber und Kollegen. Eure Unterstützung ist großartig und gibt Mut! Wir haben viele aufbauende Gespräche geführt, E-Mails und Briefe erhalten, die von Herzen kamen und ich durfte mich über Blumen von meiner Abteilung freuen. Vielen herzlichen Dank!
Nicht zu vergessen: unsere Familie. Sie besteht nicht nur aus Blutsverwandten, sondern auch aus unseren engsten Freunden. Der Schock sitzt auch bei euch sehr tief, aber es tut gut, wenn man weiß, dass man nicht allein kämpft, sondern so viel Liebe, Hoffnung, Zuversicht und Freude erhält.
Ich wünschte, ich könnte meine Dankbarkeit nur ansatzweise in Worten zum Ausdruck bringen.

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